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 ForumIndex  »  Törnberichte und Reviere  »  Achterwasser / Stettiner Haff
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Administrator

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Nachrichten : 1526

Liebe Urlauber,

gemäß Informationen der Webseite des Zinnowitzer Yachtclubs hier klicken ist der Hafen Zinnowitz für die ganze Saison gesperrt.

Weiss jemand, ob man dort in Zinnowitz trotzdem irgendwo anlegen kann? Könnte ja sein, dass ausser dem Hafen des Yachtclubs noch andere Anleger für z.B. 7-8m-Yachten existieren.

Könnte man ggf. in der Hafenbucht ankern und mit 'nem Schlauchi an Land? Wie sieht's dann mit den Sanitäranlagen aus?

(Ich hatte diese Anfrage auch schon per e-mail an den Yachtclub gestellt, aber bisher keine Antwort erhalten)

Wie siehts mit den anderen Achterwasserhäfen aus? Stagniess wurde letztes Jahr (?) renoviert, müsste jetzt wieder offen sein, oder?

Gibts sonst noch Wissenswertes für die Gegend zwischen Wolgast und Wollin?

Viele Grüße
Reinhard
O 16.06.2010 um 15:50 Uhr Offline Profil Email www Private Nachricht
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Administrator

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Nachrichten : 1526

... anscheinend nicht.

Ich werde berichten, wenn ich zurück bin

Viele Grüße
Reinhard
(der ab sofort ein paar Wochen offline ist...)
O 18.06.2010 um 19:03 Uhr Offline Profil Email www Private Nachricht
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Administrator

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Nachrichten : 1526

Liebe Urlauber,

erstmal melde ich mich zurück von großer Fahrt. Drei Wochen Segeln vom Feinsten bei teilweise recht heftigen Temperaturen.

Ein Highlight war das Treffen mit zwei weiteren TESsen in Stralsund - LuTse hat schon Fotos davon eingestellt.

Ein etwas ausführlicherer Bericht folgt... please wait...

Viele Grüße
Reinhard
O 12.07.2010 um 21:49 Uhr Offline Profil Email www Private Nachricht
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Administrator

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Nachrichten : 1526

Uns so ist es uns ergangen:
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Zusammen mit der TINKA, die uns schon vor drei Jahren begleitete, kranten wir in Krummin am Achterwasser ein. Ein sehr schön gelegener natürlicher Hafen, der auf einem abgeschlossenen Gelände liegt, mit einem freundlichen Hafenmeister und mindestens einem Kuckuck, der 24 Stunden am Tag allen mitteilen muss, das es ihn gibt.

Leider machte der Motor der TINKA Probleme, so dass wir die ersten vier Tage auf ein Ersatzteil warten mussten. In dieser Zeit wurden kurze Tagestörns auf der Krumminer Wiek unternommen, zum Kaffeetrinken geankert und ein wenig (auch mit dem Auto) die Gegend erkundet. Unsere ersten Eindrücke waren nicht berauschend. Wenig Infrastruktur, alles sehr teuer, man bekommt für sein Geld nicht den gewohnten Gegenwert; nicht beim Essen und auch nicht sonst, z.B. bei Besichtigungen. Zu den Kaiserbädern sind wir nicht gefahren.

Weil der Hafen von Zinnowitz für die ganze Saison 2010 gesperrt ist, ging der erste "richtige" Törn nach Zempin, in den kleinen Hafen Lüttenort. Die vorhandenen ca. 10 Liegeplätze waren belegt, aber wir konnten, wie einige andere auch, im Schilf am Ufer festmachen. Anker auf die Wiese zwischen die Schafe und wir waren fest. Gut, wenn man ein Klappschwert hat Strom gibts hier natürlich nicht, Sanitäranlagen vielleicht im Hafen, zu dem man aber ganz schön weit laufen muss.
(normalerweise fahren wir nicht ins Schilf, aber hier waren viele Stellen schilfffrei, wo schon immer Boote am Ufer festgemacht haben.)

Weil der Weg zum Strand durch ein abgesperrtes (!) Otto-Niemeyer-Schniepenpieps-Gedenk-Gelände führt, muss man da außenrum durch die Büsche und ist nach ca. 500 m über Straße und Bahnlinie direkt am herrlichen Ostseestrand (FKK, Bilder gibts davon nicht ) mit viel Platz, Sand und sauberem Ostseewasser. Andenkenbuden, Eisverkäufer usw. sucht man hier vergebens - es ist so richtig schön erholsam. Wem der Sinn nach mehr steht, kann hinterm Deich bei den Schafen - also da, wo man im Schilf angelegt hat - ein Hotel mit Restaurant entdecken, wo man auch (nicht weitersagen) als Im-Schilf-Lieger auf die Toilette gehen kann...

Nächstes Ziel war der Nepperminer See, der gemäß Handbuch ein landschaftlich schöner Naturhafen für Ankerlieger ist. Landschaftlich schön stimmt, einen Steg mit rund 10 Plätzen an Heckpfählen gibt es mittlerweile auch. Strom muss telefonisch beim Hafenmeister angefordert werden, Tel-Nr. steht in einem Schaukasten am Steg; irgendwann kommt der dann auch und schaltet den Strom ein. Sanitäranlagen gibt es nicht. Man könnte die Sanitäranlagen von nahegelegenen Campingplatz mitbenutzen, meinte der Hafenmeister auf Nachfrage. Nur dumm, dass der Campingplatzbetreiber davon nichts wusste und einen großen Aufstand machte, als wir uns dort blicken ließen um zu duschen... Kneipen und Läden gibts übrigens auch nicht; alle paar Tage kommt ein fahrender Händler vorbei, so die Info von den Eingeborenen, am Campingplatz gibts auch nix.

Im ca. 3 km entfernten Balm sieht es ähnlich aus. Hier gibt es inzwischen auch einen Wasserwanderrastplatz, der mit EU-Mitteln gebaut wurde, und sogar ein Sanitärgebäude, das aber, bis auf die Behinderten-Toilette/Dusche abgeschlossen war. Laut Hafenmeister funktioniert in diesem Gebäude alles vollautomatisch - wenn es denn funktioniert. Jetzt warte man seit Wochen auf ein Ersatzteil, das vielleicht in ein paar Wochen lieferbar ist - und bis dahin ist eben alles dicht Immerhin gibt es hier eine Gaststätte und ein Golfhotel. Aber auch nicht die geringste Möglichkeit, irgendwas einzukaufen.

Im Nepperminer See gibt es in Sicht- und Hörweite zwei als Naturschutzgebiet ausgewiesene Inseln, die von mindestens Millionen Möwen bewohnt werden, die eine Menge Krach machen. Die haben u.a. die Angewohnheit, nachts Ausflüge zu unternehmen - und zwar zum Anlegesteg in Neppermin, alle! Wir wurden nachts um 3 Uhr wach, als die Viecher immer mal wieder in unsere Wanten flogen, dong, deng... und auf dem Steg ein Sit-In abhielten - die massenhaft vorhandene Möwenscheiße hätte uns schon am Tage warnen müssen. Die saßen alle auf dem ganzen Steg und auf dem Geländer, es war kein Quadratzentimeter mehr frei; und sie machten einen Höllenlärm. Sie zu verscheuchen hatte keinen Sinn, nach ein paar Minuten waren sie alle wieder da.

Nach diesen naturnahen Erlebnissen überlegten wir, was uns sonst noch in diesem Gebiet erwarten könnte. In Lassan sollte es eine schöne teilweise renovierte Altstadt geben, in Rankwitz sollte man gut Fisch essen können... Hmmm, teilrenovierte Altstadt - weiss nicht, "gut Fisch essen können" kann man übersetzen mit "da gibts eine gute Fischbude/Restaurant und sonst ist da wahrscheinlich auch der Hund begraben" und überhaupt wollte meine weitere Besatzung eigentlich auch mal schwimmen gehen und das grünbraune, mit vielen Schwebestoffen versetzte Achterwasser-Wasser lädt auch mit viel Wohlwollen nicht wirklich zum Baden ein...
Kurz - wir beschlossen nach einem Blick auf die wietere Wetterentwicklung, Usedom und Achterwasser abzuhaken und in Richtung Hiddensee zu segeln.

Am nächsten Tag ging es mit einem ersten Schlag bis Wolgast, wo wir einen Hafentag einlegten und mit Fahrrad und Bahn unser Auto und den Trailer von Krummin abholten und nach Stralsund zum Dänholm brachten. So hatten wir auf der Rückreise den Weg über den Greifswalder Bodden zurück ins Achterwasser gespart. Von Wolgast aus segelten wir bei schönstem Wetter, halbem Wind und mit Hilfe unseres Autopiloten über den Greifswalder Bodden bis nach Stralsund in die Citymarina. Einen ganzen Tag lang einfach nur ganz tolles Segeln. Klasse!

Stralsund wurde dann zu einer Rundreise über Rügen zu den Kreidefelsen und an die Ostküste per Auto (das wir ja schon vorher dort hin gebracht hatten) genutzt. Dann gings weiter bis Vitte auf Hiddensee. Auch bei dieser Strecke hatten wir guten Wind und herrliches Wetter, besser hätte es nicht sein können. So macht Segeln Spass.

Vitte war trotz Vorsaison schon gerammelt voll, aber wir konnten noch einen Platz am ersten Steg der Landseite ergattern, von dem wir uns dann die nächsten Tage nicht mehr wegbewegt haben. Wir hätten gerne einen Tagesausflug mit Ankern und Baden gemacht, aber das Risiko, beim Zurückkommen keinen Liegeplatz mehr zu bekommen war einfach zu groß. So genossen wir das Leben auf Hiddensee mit Radfahren, Baden, Reiten, Hühnergötter sammeln usw. Eben alles, was auf Hiddensee Spass macht. Zwischendurch war es - wie überall in Deutschland - ziemlich heiss, mit kaum Wind, der oft noch aus der gleichen Richtung wehte wie die Sonne schien, so dass es selbst am Strand, wo man sich die Füße und andere edle Teile im Sand verbrannte, unter einem Sonnensegel, das dummerweise nicht nur die Sonne, sondern eben auch das bischen Wind abhielt, kaum auszuhalten war. Interessant ist vielleicht, dass die Wassertemperatur am Badestrand je nach Wind- und Strömungsrichtung von einem Tag auf den anderen rund 10 Grad Unterschied haben kann. An manchen Tagen war es arschkalt, an anderen lauwarm... Und Teile des Hafenbeckens von Vitte waren voll von Seegras, das so manchem Skipper das Bugstrahlruder verstopfte oder sich um Ruder und Schraube wickelte. In manchen Ecken stank es dann auch vergammelnd zum Himmel.

Kurz vor Ende des Törns ging es wieder zurück nach Stralsund, wo wir uns mit den Crews der "Testarosa" und der "Robert" trafen. Wir hatten uns schon vorher mit Lutz immer mal wieder per Telefon und SMS Standortmeldungen durchgegeben, und Stralsund passte für ein Treffen. Alle Boote wurden eingehend begutachtet, verschiedene Einzelheiten in der Ausstattung angesehen und abends haben wir in einer gemütlichen Runde bei uns an Bord zusammen einen richtig schönen Abend gehabt.

"Testarosa" und "Robert" machten sich dann auf den Weg nach Hiddensee, wir hatten noch mal einen Hafentag in Stralsund, einen kurzen Segel-Ausflug rüber auf die andere Seite nach Altefähr zum Strandspaziergang und zum Essen in der Hafenkneipe. Am nächsten Tag wurde im Wassersportzentrum Dänholm zusammengepackt und rausgekrant. Hin- und Rückreise klappten ohne Staus.


Viele Grüße
Reinhard


O 13.07.2010 um 19:25 Uhr Offline Profil Email www Private Nachricht
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